Was will ich überhaupt?

von Blue

Es gibt über 350 anerkannte Ausbildungsberufe, die Studiengänge an Universitäten und die dualen Studiengänge, bei denen man eine Ausbildung und ein Studium verbindet. Was also ist das richtige?

Die duale Ausbildung
Die duale Ausbildung ist die Standard-Ausbildung in Deutschland – und gleichzeitig ein gefragtes Modell in der ganzen Welt. Denn dies ist der Beginn der Karriere als qualifizierte Fachkraft: egal, ob Tischler*in, Kaufmann(m/w/d) für Versicherungen und Finanzen, Friseu*in oder Tierpfleger*in.

Mit einer Ausbildung nach drei Jahren schnell
auf eigenen Füßen stehen.

Bei einer dualen Ausbildung erlernt man einen Beruf abwechselnd in einem Betrieb (Praxis) und in der Berufsschule (Theorie), und bekommt auch schon ein Gehalt, während man noch lernt. Eine duale Ausbildung dauert üblicherweise zweieinhalb bis dreieinhalb Jahre – dies ist zum einen vom gewählten Beruf abhängig, zum anderen aber auch von der Vorbildung. Bei guten bis sehr guten Leistungen während der Ausbildung verkürzt der Betrieb ebenso, wie wenn man Abitur hat, die Ausbildung oftmals um mindestens ein halbes Jahr. Duale Ausbildungen gibt es in allen Berufsfeldern – und mit einem ordentlichen Abschluss hat man die Chance, die Karriereleiter weiter hochzusteigen.

Kurzgefasst:

Dual Studieren, zwei Abschlüsse im Highspeed

Das duale Studium
Um ein duales Studium zu absolvieren, gibt es grundsätzlich vier verschiedene Möglichkeiten. Das Prinzip ist einfach: Man studiert und sammelt gleichzeitig Berufserfahrung. Die Qual der Wahl hat man dafür zwischen einem ausbildungsintegrierenden und einem praxisintegrierenden Studium sowie zwischen der berufsbegleitenden und der berufsintegrierenden Variante. Überschneidungen zwischen den einzelnen Möglichkeiten sind nicht ausgeschlossen.

Als erstes muss man differenzieren zwischen dualen Studiengängen, die Schulabgängern eine Erstausbildung ermöglichen und dualen Studien, die für Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung eine Weiterbildungsmöglichkeit darstellen.

Das ausbildungsintegrierende Studium
Das ist das Modell für die berufliche Erstausbildung; Voraussetzung ist dabei meist Fachhochschulreife oder Abitur. Man verbindet einen Studiengang mit einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf; Theorie- und Praxisphasen werden sowohl zeitlich als auch inhaltlich kombiniert. Der in einer Ausbildung übliche Berufsschulunterricht findet gestrafft statt, teilweise sogar komplett in der Hochschule. Am Ende hat man einen Ausbildungsabschluss vor Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer sowie einen Bachelor in der Tasche.

Das praxisintegrierende Studium
Hier ist das Prinzip dasselbe: Theorie und Praxis wechseln sich in Zeitabständen ab und man braucht ein (Fach-)Abitur sowie einen Vertrag mit einer Firma – das kann aber auch ein Volontariats- oder ein Praktikumsvertrag sein. Der entscheidende Unterschied zum ausbildungsintegrierenden Studium ist,
dass man nach Abschluss zwar den Bachelor und viel Berufs­erfahrung, nicht aber einen Ausbildungsabschluss erhält.

Das berufsintegrierende Studium
Mit einer abgeschlossene Berufsausbildung kann man beispielsweise ein berufsintegrierendes, duales Studium machen – der Unterschied zu den Studiengängen für die Erstausbildung ist nur der, dass man kein (Fach-)Abitur dafür braucht, sondern eine abgeschlossene Berufsausbildung und damit natürlich Berufserfahrung. Auch hier werden die theoretischen Studien mit einer Teilzeittätigkeit kombiniert, sodass man das, was man lernt, auch gleich anwenden kann.

Das berufsbegleitende Studium
Dies ist besonders arbeitsintensiv: Neben einer Vollzeitarbeit wird in Theorieblöcken das Fachwissen vermittelt, ähnlich wie bei einem Fernstudium – das heißt also Selbststudium. Aber anders als bei Fernstudien unterstützen die Betriebe das berufsbegleitende Studium durch Freistellung, wenn Präsenz­veranstaltungen stattfinden oder durch die Bereitstellung betrieblicher Arbeitsmittel. Es zeigt sich, dass duale Studien­gänge nicht nur für Abiturienten interessant sind. Auch wenn man schon eine Ausbildung absolviert hat oder sogar im Berufsleben steht – Möglichkeiten, sich dennoch dual weiter­zubilden, bestehen einige. Also: nichts wie los!

Im Studium konzentriert man sich auf das Erlernen von Inhalten. Die Praxiserfahrungen folgen meist später.

Das Hochschulstudium
Immer noch die Pflicht, wenn man Arzt, Ärztin, Anwalt*in oder Architekt*in werden will – und außerdem der Weg der Wahl, wenn man einen ganz klaren wissenschaftlichen Abschluss erwerben möchte. Unterteilt in die Geisteswissenschaften, die Naturwissenschaften, die Gesellschaftswissenschaften und viele weitere bieten hier die Universitäten und Fachhochschulen eine Vielzahl interessanter Studiengänge

Ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium schließt in der Regel mit dem Bachelor ab. Die Zusätze „of Arts“, „of Science“, „of Engineering“ oder „of Laws“ zeigen die Studienrichtung des erworbenen Abschlusses an. Ein Bachelor-Studium dauert üblicherweise ca. drei Jahre, und ist in Semester unterteilt. Hier geht es meistens sehr theoretisch zu, denn neben dem Erlernen der Materie geht es auch darum, das wissenschaftliche Arbeiten, Forschen zu lernen. Den Abschluss eines Studiums bildet eine längere wissenschaftliche Arbeit über ein selbst gewähltes Thema.

Was also ist das richtige?

Das richtige für Dich ist das, was zu Dir, Deiner Person, Deinen Vorstellungen passt!

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